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Mai 2017
www.zeit-zum-aufstehen.de

Zeitansage Februar 2017: Die Bibel: Gottes Wort, Maßstab und Kompass

Liebe Schwestern und Brüder,

die Initiative „Zeit zum Aufstehen“ erinnert in sieben Thesen an die Grundlagen unseres Glaubens. Diesen Monat möchte ich Sie speziell zum Februar des Reformationsjubiläumsjahres 2017 an die vierte These erinnern.

Wir haben in These 4 festgehalten:

4) Die ganze Bibel ist Gottes Wort – durch sie spricht Gott zu uns; er zeigt uns, wer er ist und was er will.

Wir stehen ein für das Vertrauen in die Heilige Schrift. Gottes Wort und menschliche Worte sind in ihr untrennbar verbunden. Einheit und Vielfalt ihres Zeugnisses finden ihre Mitte in Jesus Christus.

Wir stehen auf für die Wahrheit des Wortes Gottes und gegen die Kritik an der Bibel als Autorität für die Lehre der Kirche und das Leben der Christen. Die Bibel ist immer aktueller als der jeweilige Zeitgeist.

In einer kleinen Schrift haben verschiedene der Initiatoren ausführlicher dargelegt, wie wir die Thesen jeweils verstehen.

Der sächsische Landesbischof Dr. Carsten Rentzing schreibt zu These 4: „Die Stellung der Bibel war und ist nicht unumstritten. Immer wieder ist man ihrer Autorität entgegengetreten. Als Begründungsmuster dienten dafür oft Argumente der Gegenwartskultur oder Vernunft. Dass die beiden beim Lesen und Verstehen der Heiligen Schrift eine wichtige Rolle spielen, ist unbestreitbar.  ... Kritisch aber wurde und wird die Argumentation mit Kultur und Vernunft immer dann, wenn Zuspruch und Anspruch des Wortes Gottes dadurch aufgelöst werden sollen. Es ist ‚zeitgeistig’, wenn die Bibel ihre ausrichtende und auch korrigierende Funktion gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen nicht mehr wahrnehmen darf.“ (Carsten Rentzing in: Zeit zum Aufstehen, hrsg. Michael Diener, Steffen Kern, Holzgerlingen 2014, S. 71f.)

Wir wünschen uns für das Reformationsjubiläum ein neues Hören auf die Bibel als Wort Gottes. Wir wünschen uns in unseren Gemeinden ein neues Staunen über die unglaublich frohe Botschaft, wer Jesus Christus für uns ist und was er für uns getan hat.

Zu allen Thesen der Impulsreihe „Zeit zum Aufstehen“ sind Predigtbeispiele erschienen. Und wir freuen uns sehr, dass in Gemeinden, Werken und Verbänden weiter auf diese Art und Weise darüber nachgedacht wird, was unsere Grundlagen des Glaubens sind.

(Predigt zu These 4 von Pfarrer Matthias Kürschner aus Berlin lesen...)

„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Jesus in Markus 13,31)

 JesusWort

„Meine Worte“ – so sagt es Jesus. Und nirgendwo anders haben wir sie als in der Bibel. Nur dort wird von den Worten Jesu aus erster Hand erzählt. Von den Augen- und Ohrenzeugen.

Sicher, er hat dieses Buch nicht selbst aufgeschrieben. Unser Bibelvers steht nicht in 2. Jesus 13,31, sondern in Markus 13,31.

Was aber bedeutet das? Sind es dann nicht mehr „meine Worte“?

Wie ist das möglich? Wie können menschliche Schriften zugleich zu 100 % von Gott inspiriert sein? Das verhält sich ganz ähnlich wie bei Jesus, von dem wir sagen, er sei ganz Mensch und ganz Gott.

Ein Vergleich kann das vielleicht deutlich machen. Ein guter Architekt plant ein Haus – und dann beginnen die verschiedensten Handwerker zu bauen. Sie verwirklichen sich voll darin, bringen ihre Gaben ein und ihr Stil wird absolut sichtbar. Keiner arbeitet wie der andere. Und doch entsteht am Ende das Haus, das der Architekt geplant hat.

So ist auch die Bibel völlig das Werk von Menschen und doch zugleich völlig von Gott inspiriert. Sie ist genauso, wie er sie haben wollte.

So behandelte auch Jesus die Schrift seiner Zeit. Was die Schrift sagte, war für ihn Gottes Wort. Er sagte, die Schrift kann nicht aufgehoben werden. Hört sich doch ganz ähnlich an wie "meine Worte werden nicht vergehen“. So hat er die Bibel seiner Zeit und seine Worte gleich gestellt.

Jesu Worte – das ist es. Und deshalb ist diese Bibel etwas ganz besonderes. So besonders wie kein anderes Buch. Haben Sie es schon gemerkt? Bibel, ein Buch wie kein anderes. Buch der Bücher, oder wie der Name es einfach sagt: „Bibel“. Das heißt ja auf Deutsch nichts anderes als biblos – Buch! Buch, einfach Buch. Es ist DAS Buch schlechthin.

Und wer Jesu Worte so sieht, der sieht die Bibel, wie es Jesus will.

Worte von Menschen, die sind nach kurzer Zeit überholt. Die kann man noch eine gewisse Zeit als nachdenkenswerte Anstöße zitieren. Aber Gottes Wort bleibt. Nicht Unkraut vergeht nicht – Jesu Worte vergehen nicht!

Gilt

Vergehen – nicht vergehen. So stellt es Jesus gegenüber. Und sagt damit, was die Bibel alles überdauert. Ganz umfassend Himmel und Erde. Ganz umfassend das, was es da gibt – einfach alles. Himmel und Erde, das ist wie farbig und schwarz-weiß, wie Essen und Trinken, das sind die beiden Pole, die uns zeigen: alles ist gemeint. Sogar der Himmel vergeht.

Und nicht dieses Buch. Nicht die Worte Jesu.

Was da im Einzelnen alles weniger Lebensdauer hat, weniger Bestand als die Bibel?

Ich mache einige Beispiele, ganz praktische Beispiele.

Das Wort Jesu gilt länger als meine Zweifel.

Meint Gott es gut mit mir? Ist meine Krankheit nicht doch ein Stück seiner Strafe? Was gilt länger: meine Zweifel oder sein Wort: "Meine Worte werden nicht vergehen" – „Dies alles geschieht, um Gottes Herrlichkeit offenbar zu machen.“ – sagt Jesus.

Dieses Wort Jesu gilt länger als alle Vorurteile.

„Ach, bei uns am Ort, das ist halt ein hartes Pflaster. Ach, bei uns, da verstehen sich halt innerkirchlich manche Familien nicht, und diese Streitereien werden nie versöhnt, damit muss man leben. Ach bei uns, da gehen Jugendliche halt nicht mehr zum Gottesdienst.“

Was gilt? Diese Worte oder das Wort Jesu: "Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen und nicht einmal die Pforten der Hölle sollen sie überwältigen!"

Dieses Wort Jesu gilt länger als meine eigenen Lebensweisheiten. Wie immer die lauten:

Hauptsache gesund.

Allen Leuten recht getan ist eine Kunst, die niemand kann.

Geld regiert die Welt.

Was gilt? Das oder das Wort Jesu: "Wer an mich glaubt und an den, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben"!!

Jesu Wort gilt immer fort. Es überdauert alles, sogar den Tod.

Wir haben mal im Konfirmandenunterricht davon gesprochen, wer was weiß, was danach kommt, nach dem Tod.

Und manche haben festgestellt: Kann doch keiner wissen. Jesus doch! Aus zwei Gründen. Zum einen, weil sein Wort darüber hinaus gilt. Es bleibt. Es überdauert Himmel und Erde. Und in seiner Person hat er es gezeigt. Jesus selbst ist durch den Tod gegangen, durch Hölle und Himmel hindurch und ist auferstanden und lebt.

Das gilt immer fort.

Wie viele unserer Worte vergehen. Wir beanspruchen zwar auch Verbindlichkeit. Bei einem Vertrag, bei einem Versprechen. Bei dem Versuch, jemand anderen in seiner Trauer zu trösten. Worte, Worte, Worte.

Jesu Worte verwehen nicht. Er bindet sich für alle Zukunft an sein Wort. Da klingt ein ungeheurer Anspruch heraus: Was ich sage, überdauert alles Vergängliche. Selbst Himmel und Erde, so felsenfest wie sie stehen, können nicht im Mindesten an das Wort Jesu heranreichen. Im Wort Jesu liegt unsere ganze Ewigkeit.

Wann hat Sie das letzte Mal ein solches Wort echt getröstet? Vielleicht eine Spruchkarte, die bei einem Besuch zurückgelassen wurde. Oder beim Abendmahl, vielleicht am Buß- und Bettag, ein Bibelwort, das Ihnen persönlich vorgelesen und überreicht wurde. Oder ein Wort, das in dem Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeinde stand.

 „Wenn Dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn …?“

Und noch ein letztes, was an diesem Wort so besonders ist. „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“

Wirkt

Wenn Dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn. Mir ist nicht um tausend Welten, aber um Dein Wort zu …

Kennen?

Lernen?

Im Schrank zu haben?

TUN! Zu tun!

Es bewegt mich immer neu, dass die Bibel darauf angelegt ist, Mund, Hände und Füße zu bekommen. Bei ganz alltäglichen Dingen ist es uns völlig klar, wozu sie da sind: Holzscheite im Kamin sind dazu da, damit sie brennen und wohlige Wärme im Zimmer verbreiten. Nur aufgeschichtet nützen sie nichts, außer zur Deko. Die Badewanne ist dazu da, dass immer wieder Wasser eingelassen wird und wir ein wohliges Bad nehmen. Als reines Ausstellungsstück im Baumarkt hat sie auf Dauer wenig Sinn. Und eine Pflanze ist dazu da, in die Erde zu kommen, sich zu verwurzeln, und dann zu wachsen, zu blühen und Früchte zu bringen. In meiner Hand macht sie sich für kurze Zeit dekorativ, aber dann will sie in die Erde.

So ist die Bibel nicht fürs Regal und nicht für die wiederholte, unverbindliche Lektüre allein gemacht.

Der amerikanische Evangelist Dwight Lyman Moody hat einmal gesagt: „Das Wort der Bibel ist nicht dazu da, um unser Wissen zu vermehren, sondern um unser Leben zu ändern.“

Das ist das Ziel. Das vergeht nicht. Das lebendige, verändernde Wort.

Es gilt nicht nur immer fort, sondern es wirkt fort und fort, und deshalb überdauert es. Ist lebendig und lebendig und lebendig.

Jedes Jahr ist in diesem Sinne ein „sola scriptura“ Jahr. In jedem Jahr auch nach 2017 ist in diesem Sinne Reformationsjubiläum. Und wir feiern ein Jahr der Bibel nach dem anderen. Jahr dieses Gotteswortes. Jeder Monat, jede Woche, jeder Sonntag, jeder Gottesdienst, jeder Tag, jede Stunde, jede Minute, jeder Atemzug. Zeigen wir es. Leben wir es.

Genau das will „Zeit zum Aufstehen“ weiter sagen:

Jesus allein. Gnade pur. Nur der Glaube. Die ganze Schrift. Darauf gehen wir mit festen Schritten zu mit einem ChristusTag auf dem Kirchentag 2017 in Berlin. An Himmelfahrt, am Donnerstag, 25. Mai 2017 von 09.30 – 14.00 Uhr in der Messehalle 20 auf dem Messegelände in Berlin wird es wieder darum gehen: ChristusTag! Christus in der Mitte, und in IHM eins. Und so aufstehen für seine Einzigartigkeit, für sein Lob, für seine Nachfolge.

An diesem Tag wirken unter anderem mit (Stand Februar 2017): Judy Bailey, Dieter Braun, Innenminister Dr. Thomas de Maiziere, Patrick Depuhl, Dr. Michael Diener, Henning Dobers, Klaus Göttler, Karsten Hüttmann, Sarah Kaiser, Stefanie Linner, Christoph Waffenschmidt, Sabine Zöllner u.v.a.

Reservieren Sie sich diese Zeit vor, kommen Sie auf den Christustag 2017 in Berlin und erleben Sie den finalen Doppelpunkt dieser Initiative mit.

Und solche Impulse kann man auf schon jetzt alltäglich auf ganz unterschiedliche Art und Weise setzen – z.B. mache ich Sie an dieser Stelle noch einmal darauf aufmerksam, was ganz kreativ mit dem „WeckerChecker“: WECKERCHECKER – ein vielfältiges und kreatives Arbeitsmaterial für die Arbeit mit Kindern in Gemeinde und Familie geschieht. Grundlage des Materials sind die sieben Thesen der Initiative „Zeit zum Aufstehen“. WECKERCHECKER greift die sieben Thesen von „Zeit zum Aufstehen“ auf und fasst sie in einer kindgemäßen, kurzen Formulierung (Check) zusammen. Das Heft enthält zu jedem Check einen komplett ausgearbeiteten Stundenentwurf, der in Kindergottesdiensten und Gruppenstunden eingesetzt werden kann.

WECKERCHECKER ist ein Material, das praktische Methoden für die Arbeit mit Kindern bietet und gleichzeitig viele Menschen, auch über die Arbeit mit Kindern hinaus, herausfordert. Bestelladresse: 

BORN-Verlag
Leuschnerstraße 74, 34134 Kassel
Telefon: 0561 4095-107
E-Mail: kontakt@bornverlag.de

Wir freuen uns auf alles weitere positive Miteinander und all Ihre innere und äußere Unterstützung bei „Zeit zum Aufstehen“

Ihr Sprecher von „Zeit zum Aufstehen“ 2017/01-06

Ralf Albrecht, Dekan, Evang. Landeskirche in Württemberg, Nagold/Schwarzwald 

 

 

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